Ich will Schokolade! Gesunden Luxus exklusiv genießen
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Ich will Schokolade! Gesunden Luxus exklusiv genießen

Golomb-Studie: Schokolade macht schlank

Das Ergebnis der Studie von Beatrice Golomb ist sensationell. Laut US-Forscherin macht Schokolade schlank und außerdem auch noch gesund.

Termin geplatzt, kein Urlaub in Sicht, Wetter und Stimmung Grau in Grau? Her mit der Schokolade, als Nervennahrung und Trostspender. Außerdem macht Schokolade ja schlank, wie neue Studien wissen - die beste Lizenz zum Naschen! Aber: Schokolade bietet mehr als nur papierumhüllte 100 g Antidepressiva. Wo es die richtig guten Sachen gibt, Schokolade zelebriert wird und du Kakaoideen selbst entdeckst, liest du jetzt.

 

Schokolade, das neue Gemüse?

Das Beste zuerst: Du teilst deine Sehnsucht nach Schokolade mit guter Gesellschaft. Richtig, allein 2013 führten sich die Deutschen ganze 32 Kilo Süßes pro Kopf und Jahr zu Gemüt und Bauch. Und sicher, nicht alles davon war gesundheitsförderlich, aber was macht gesunde Schokolade aus? Kakao hat's in sich, nachweislich gut für Herz und Hirn, Seele und Gelenke. Dass sie auch schlank macht, wollte Beatrice Golomb von der University of California beweisen. Schokolade ist mein Gemüse, verkündet Golomb - und eine tägliche, aber wohldosierte Sünde wert. Und lässt über 1000 Amerikaner zum Ernährungscheck antreten. Das Ergebnis: Eine schlankere, um einige Kilos leichtere Schokoladenfraktion, verglichen mit den Anti-Schokoholics. Und das trotz Verzehr von zucker- und fettreicher Vollmilch- statt kalorienarmer, dunkler Bitterschokolade. Wie das? Hatten die Schokoladen-Esser mehr trainiert oder insgesamt weniger Kalorien zugeführt? Fehlanzeige: Golombs Studie legt nahe, dass so genannte Catechine in der Schokolade den Stoffwechsel ankurbeln - unsere Zellen verbrennen mehr Energie. Dass sich die Forschungsabteilung des Schokoladenherstellers Hershey's der Forscherin begeistert anschließt, überrascht daher kaum: Hershey's hauseigene Studie führte den Nachweis, dass Schokolade Antioxidantien wie Polyphenole und blutzuckersenkende Flavonoide enthält - in der dunklen Variante! Auch die erwähnten Catechine sind Flavonoide, wie du sie auch in Grün- und Schwarztee findest. Allerdings hat Schokolade viermal so viel davon - aktiv gegen freie Radikale (schädliche Sauerstoffverbindungen), die die Immunabwehr schwächen.

 

Kakaosamen als Superfrucht ...

... titelt eine Studie im Chemistry Central Journal. Außerdem sollen Flavonoide Antistress-Effekte entfalten, wie ein Psychologenteam der Universitäten Bern und Zürich herausfand. Eine Probandengruppe aß dunkle Schokolade für die Wissenschaft, die andere musste sich mit einem Schoko-Placebo bescheiden, das keine Kakao-Flavonoide enthielt. Nachdem man alle einem anstrengenden Interview ausgesetzt hatte, fand man im Blut der Schokoladenesser weniger Stresshormone. Für Studienleiterin Petra Wirtz der Beweis: Flavonoide behindern die Freisetzung von Stresshormonen - Schokolade beruhigt also. Vielleicht lässt sich der Gesundheitseffekt von Kakao noch steigern? Etwas, dem die Universität Ghana auf der Spur ist. Der normale Weg: Die Kakaofrucht direkt nach der Ernte aufschlagen und die Ausbeute an 50 Samen trocknen. Das Ghana-Experiment dagegen lässt die Früchte bis zu zehn Tage liegen, inklusive Fruchtfleisch, für intensivere Fermentierung, stärkere antioxidative Wirkung und besseren Geschmack. Anschließend wird bei niedrigen Temperaturen schonend gerötet - etwas teurer, aber gut Schoki will Weile haben. Du möchtest mehr über Anbau, Ernte, Handel und Geschichte deines süßen Trösters erfahren? Im Schokoladenmuseum in Köln. Zehn Fußminuten vom Dom den Rhein entlang, erwarten dich auf drei Etagen zahlreiche Exponate, ein Tropenhaus mit Kakaobaum sowie die Möglichkeit, deine eigene Lindttafel zu verzieren. Verkostung ist leider an eine Führung geknüpft. Willst du Sinneslust, sei dir das Hamburger Chocoversum ans Herz gelegt: Hier darfst du Kakaobohnen befühlen, riechen und schmecken sowie frische Kakaofrüchte probieren.

 

Im Schokoladen-Rausch: Kakaovielfalt zelebrieren

Was haben Tee und Schokolade gemeinsam? Genau, Flavonoide - aber vor allem Tradition und Genusswirkung, hochgehalten durch Experten für den gepflegten Schokoladenverzehr. Wie Rausch: Sein Schokoladenhaus eröffnet dir auf über 1000 Quadratmetern eine Miniaturwelt leckerer Berlin-Souvenirs und Skulpturen - Brandenburger Tor, Reichstag, Fernsehturm oder Gedächtniskirche, alle durch Chocolatiers mit Liebe zum Detail handmodelliert. Überwältigt? Zeit, im Rausch Schokoladen-Café bei handgemachten Törtchen aus der Schokoladenmanufaktur Tempelhof die Seele baumeln zu lassen. Eine leckere Trinkschokolade aus hochprozentigem Venezuela- oder Ecuador-Kakao kannst du für zu Hause mitnehmen. Das beliebte Rausch Schokoladen-Restaurant mit Blick über den Gendarmenmarkt überrascht mit raffinierten Speisen, akzentuiert durch die vielfältigen Aromen von Edelkakaos und purer Schokolade - besser reservieren!

 

Hussel: Seelentröster zu verschenken!

Nie mehr darben! Nach Krieg und Hunger entdeckte Hussel das süße Leben - mit Bergen los aufgeschütteter Schokoladen auf den Tischen der Hagener Elberfeldstraße, Sinnbild der neuen Fülle. Schon das Logo lockt mit Schokoladenbraun: Hussel, seit 1949 am Markt, legt in seinen über 200 Fachgeschäften, pardon, Confiserien, auf ein ansprechendes Wohlfühlambiente Wert. Edles Echtholz und warme Grünnuancen präsentieren ein Sortiment, das es ausgefallen und individuell liebt. Lust, über der Auswahl jedes einzelnen Trüffels, jeder feinen Schokoladentafel ausgiebig zu meditieren? Und das Ergebnis deiner Auswahl exklusiv verpackt zu verschenken? Nicht nur Hussels K's Soul Food Kitchen (von Designerin Katrin Warneke) versteht sich als Seelentröster, auch die "Seelenstreichler" genannte Trinkschokolade oder die Schokoperle Schokozin verheißen süßes Glücksdoping.

 

München: Klasse statt Masse, Eilles & mehr

Wir kommen dir mit Arko? Zugegeben - die Nr. 1 der deutschen Confiserien ist mit 200 Filialen und 3.500 Verkaufsstellen im Lebensmittel-Einzelhandel unübersehbar im Citybild präsent. Aber wusstest du, dass auch Eilles zu Arko gehört? Aber der Reihe nach: Der Premium-Kaffee-Spezialist aus Schleswig-Holstein lässt schon seit 1948 Schokoladengeschenke auf Zungen zergehen - und verrät, dass nicht mehr als drei Prozent der Kakao-Ernte weltweit seinen Qualitätsanspruch an die so genannten Ursprungsschokoladen erfüllt. Klasse statt Masse also - und 100 Prozent Edelkakao statt Konsumkakao, mit charakteristischen Aromanoten von fruchtig über karamellig bis nussig. Mit der Übernahme des Traditionshauses Eilles streckt Arko seine Schokofühler nach Süden bzw. München aus: Seit 1873 steht der Hoflieferant von Ludwig II. gegenüber der Staatsoper nicht nur für exquisite Tee- und Kaffeekultur bester Plantagen: Eigene Chocolatiers selektieren und verkosten hier, damit nur das Feinste Eingang in die 35 Eilles Fachgeschäfte findet. Apropos - einmal in der City, erreichst du alle Schokoladengeschäfte in München praktisch fußläufig. Wie das überschaubare, aber umso erlesenere Stancsics, ein helles, freundliches Schokoladenparadies, das nur First-Class wie Amedei, Corallo, La Molin, Marou oder Domiri führt. Dagegen umhüllt dich das ehemalige Stolberg, jetzt Sense, mit Gemütlichkeit, Fülle und Extravaganz von Clement Chococult bis Michel Cluizel - Stöbern und Probieren erlaubt. Lila muht's am Viktualienmarkt: Als Markenfan zeigt dir die Milkawelt das komplette Produktsortiment, plus lila Fanartikel und Stofftierchen.

 

Extratipp: Schoko Peter und chocolART besuchen

Bielefeld, das gibt's doch gar nicht? Und wie es das gibt! Weshalb du Schoko Peter alias Klaus Nagel besuchen solltest, vielleicht beim Shopping Event "Flirt mit dem Frühling" am 2. April? Rathausstraße 13 könnte deine Nummer gegen (Liebes-)Kummer sein: Ein imposantes Gründerzeitambiente formt den repräsentativen Rahmen. Seit über einem halben Jahrhundert lebt Schoko Peter sein Credo "Qualität aus Tradition". Erlesen auch die Öffnungszeiten des Ladenlokals unter gestreifter Markise: Schoko Peter alias Klaus Nagel frönt dem Luxus, samstags um 16 Uhr und unter der Woche um 18.30 Uhr zu schließen. Darf er, denn das durch Karola Klinzing begründete Geschäft ist eine Institution. Leitmotiv: Stolz auf hohe Maßstäbe bei der Auswahl von Süßwaren-Spezialitäten, die Geschäftspartner und Freunde auf das Beste verwöhnen sollen! Ein echtes Füllhorn, dessen begrenzte Räumlichkeiten schier unter der Vielfalt bersten. Schoko Peter hat's, das Besondere. Wie über 200 Sorten Tafelschokoladen in zahlreichen extravaganten Geschmacksrichtungen, zum Beispiel vom Kreativ-Chocolatier Zotter: Ganze 150 Schokoladenvarianten, handgeschöpft, kontrolliert biologisch ohne künstliche Aromen, natürlich aus fairem Kakao plus Rohrzucker. Doch Vorsicht: Unbedarfte Grundschüler, die Schokoküsse verlangen? Schokoküsse! Sei's drum, solche Genusswünsche bedient man notfalls auch - ausgeprägtem Markenbewusstsein zum Trotz. Dennoch: Vielleicht sind kindliche Schokofans mit Deutschlands größtem Schokoladenfestival besser bedient. Warten lohnt: Pünktlich zur Weihnachtszeit, vom 5. bis 10. Dezember, öffnet Tübingen seine chocolART Tore - mit vielen Überraschungen: Schokotastings, Kakaomalerei, Schokovorträge, Schokotheater, Schoko ... - ach! Schmeck's einfach selbst!