Was uns an Parfum so fasziniert...
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Was uns an Parfum so fasziniert...

Unsichtbar und doch umwerfend präsent

Edles Parfum der Marken Gucci, Chanel oder Yves Saint Laurent sind uns eine Menge Geld wert. Warum schätzen wir diesen Luxus so sehr, den doch niemand sieht?

Könnten wir diese Beträge nicht weit effektiver anlegen, in edlen Schmuck, in eine neue Frisur oder in dekorative Kosmetik? Was macht den Reiz der Odeurs aus, mit denen wir uns einsprühen und die uns durch den Tag begleiten? Es ist zum großen Teil die Wirkung auf andere, die wir erreichen wollen. Doch ein Parfum kann noch viel mehr. Wenn wir das richtige Duftwässerchen auswählen, löst es inneres und äußeres Wohlbefinden aus und bringt uns in Einklang mit uns selbst.

 

Düfte verstärken unsere Ausstrahlung

Exquisite Parfüms sind ein Luxus, der unseren Reiz für andere enorm erhöht. Ein Duft, der zur Persönlichkeit passt, fasziniert. Alle Signale der Anziehung, die wir setzen wollen, lassen sich mit dem richtigen Parfum verstärken. Wer von uns möchte nicht attraktiv und sympathisch wirken, vor allem auf diejenigen, an denen uns etwas liegt? Aus einer Fülle von Duftnoten können wir die richtigen auswählen und unsere Stärken unterstreichen. Zarte Blütendüfte sind wie gemacht für Romantikerinnen. Sportliche Frauen lieben meist eher herbe oder fruchtig-frische Aromen. Leichte Parfüms passen zu elegant ausgerichteten Frauen, extravagante Ladies bevorzugen oft schwerere Noten. Es macht Spaß, sich zusätzlich zum hinreißenden Outfit in einen dezenten Hauch des Lieblingsparfüms zu hüllen.

 

Warum wirken Düfte überhaupt so stark?

Sie sind unsichtbar, und doch spielen sie eine führende Rolle, wenn es um unsere persönliche Ausstrahlung geht. Für unseren Sex-Appeal setzen wir vor allem auf Optik und auf eine Fülle von visuellen Reizen. Aber der Geruchssinn ist bei der Wahrnehmung immer als starker Partner mit dabei. Er trifft - so sagen die Hirnforscher - zu einem großen Teil die Entscheidung, ob wir jemanden sympathisch finden oder ob uns die anderen mögen. Häufig dringen zarte Gerüche und Düfte gar nicht in unser Bewusstsein. Doch der Organismus greift sie auf. Subtil lösen sie Erinnerungen, Gefühle und Bilder aus. Eine frische Meeresbrise, duftende Blumenwiesen, frisch gemähtes Gras, diese und viele andere Bilder entstehen in unserer Phantasie, sobald ein entsprechender Geruch in der Luft liegt.

 

Parfüm und Partnersuche

Der erste Eindruck prägt Beziehungen weit mehr, als uns das bewusst ist. Es gibt für die Anfangsphase einer neuen Begegnung keine Möglichkeit der Wiederholung. Das Parfum übernimmt eine wichtige Funktion beim ersten Kennenlernen. Düfte können erotisierend wirken. Das muss nicht an bestimmten Aromen oder an der genauen Zusammensetzung liegen. Entscheidend ist die Tatsache, dass der Geruchssinn überhaupt aktiviert wird und die Aufmerksamkeit für den Ursprung des Duftes ausgelöst wird. Unser Lieblingsparfüm umhüllt uns hauchzart und verleiht uns Selbstsicherheit und Ausstrahlung, ein gewaltiger Pluspunkt beim Flirten. Düfte, die wir mögen, wirken sich positiv auf unsere Stimmung aus und leisten damit in sozialen Beziehungen einen unschätzbaren Beitrag zur emotionalen Atmosphäre. Welche Duftnuancen beim Flirten besonders ankommen, lässt sich nicht verallgemeinern. Patentrezepte gibt es nicht, Intuition ist gefragt. Im Allgemeinen wird süßen, warmen und schweren Parfüms eher ein erotisierender Reiz zugeschrieben als frischen und herben Gerüchen. Sanfte Sandelholz-, Ylang-Ylang- oder Patchouli-Aromen könnten also beim Date stärker beeindrucken als Düfte nach Heu, Gras oder Zitronenblüten. Vor Übertreibungen ist allerdings immer abzuraten, sie bewirken oft das Gegenteil von dem, was Absicht war. Interesse und Neugier lassen sich am besten wecken durch einen zarten Duft, der sich dezent entfaltet. Eine Frau, die ihren persönlichen Stil bei der Wahl ihres Parfüms gefunden hat, strahlt Klasse aus und weckt Interesse.

 

Schon die Frauen im Altertum schätzten teure Parfüms

Frauen konnten die Wirkung kostbarer Elixiere bereits vor Jahrtausenden genießen. Schon immer leisteten sich reiche Frauen in erotischen Situationen sündhaft teure Düfte. Von der altägyptischen Königin Hatschepsut wird vermutet, dass sie sich mit parfümierten Körperölen verwöhnen ließ. Kostbare Gefäße und andere Fundstücke deuten darauf hin. Schon im Altertum lieferten seltene Pflanzen die Öle für exklusive Wohlgerüche. Israelische Archäologen entdeckten einen Duft, der sowohl der schönen Kleopatra als auch der sagenumwobenen Königin von Saba zugeschrieben wird. Sie erforschten eine Pflanze namens Commiphora gileadensis. Sie liefert mit ihrem Harz die Substanz Afarsemon. Die Pflanze, die heute noch im Jemen und in Ostafrika als Wildpflanze bekannt ist, wurde laut aktueller Forschung vor zweitausend Jahren zu märchenhaften Preisen gehandelt. Ihr Harz verströmte einen betörenden Duft. Dieser Stoff hatte Abnehmer in der gesamten römischen Welt, auch als Weihrauch im Tempel wurde Afarsemon verbrannt. Überdies galt es als Heilmittel gegen aggressive Bakterien. Nach der Entdeckung gab es neugierige Versuche, mit modernen Methoden dieses vielbeschriebene Elixier neu zu fabrizieren. Laut Auskunft der Forscher enttäuschte allerdings das Ergebnis. Es passt nicht zu den Erwartungen, mit denen wir modernen Zeitgenossen ein wohlriechendes Parfüm beschnuppern. Die Vorlieben für Gerüche haben sich wohl in den vergangenen Jahrhunderten verändert. Vielleicht ist auch die Formel für die Herstellung des authentischen Extrakts noch unzureichend bekannt. Immerhin dürfen wir uns im dritten Jahrtausend nach der Zeitenwende freuen, dass wir aus so vielen wohlriechenden, interessanten und dazu noch bezahlbaren Duftnoten auswählen können.

 

Die beliebtesten natürlichen Düfte

Gerüche umgeben uns im Alltag ständig und beeinflussen unsere Stimmung. Wir kennen die Duftnoten, die auf die meisten Menschen angenehm wirken. So wie wir in Rot die beliebteste Farbe sehen, wissen wir, dass der Duft von Lavendel von der Mehrzahl der Menschen geschätzt wird. Auch Vanille gehört laut neuer Untersuchungen zu den bevorzugten Düften. Weitere Renner sind Rosenaromen und der Duft nach Zitronenblüten. Wir könnten also pures Lavendöl zum Beduften nützen. Wir könnten uns in Zitronengeruch einhüllen und versuchen, damit Lockstoffe auszusenden und unser Wohlgefühl zu steigern. Wofür brauchen wir überhaupt diese vielen meisterhaften Geruchskompositionen? Das Reizvolle an Parfüms ist vermutlich, dass jedes mit seiner eigenen kunstvollen und interessanten Mischung beeindruckt. Mit dem Vergnügen, mit dem wir unser Outfit immer wieder gerne verändern, wünschen wir uns ab und zu für unseren Geruchssinn neue Reize.

 

Duftwässerchen und noch andere Aromaträger

Ob blumig oder rauchig, ob herb oder schwer, die meisten von uns genießen es, eine Zeitlang in ihrer Lieblings-Duftwolke zu schwelgen. Ein parfümiertes Bad nach dem Aufstehen verzaubert die Welt genauso wie eine Aromadusche nach dem Joggen. Der Tag beginnt mit einem Frischekick. Eine Körperlotion mit unserem Lieblingsduft wirkt bis zum Abend. Die Haut verströmt bei jeder Bewegung einen dezenten Duft, der uns in den Tag begleitet. Ob es um ein kapriziöses neues Aroma geht oder um den gewohnten sportlichen Männerduft, eine parfümierte Bodylotion schenkt Ausstrahlung und Sex-Appeal.

 

Parfum verschenken

Menschen, die sich verbunden fühlen, beschenken sich gerne. Neben Blumen eignen sich Parfüms großartig, um besondere Zuneigung zu signalisieren und um zu zeigen, dass man die Nähe des anderen Menschen genießt. Eine duftende Überraschung für die Liebste oder für den Freund ist ein sehr persönliches Geschenk, denn es drückt Nähe oder den Wunsch nach Nähe aus. Zu jeder beliebigen Beziehung passt es nicht. Es entfaltet eine starke Wirkung in einer Freundschafts- oder Paarbeziehung. Wer mit Sorgfalt und Intuition für einen anderen Menschen eine Duftkomposition auswählt, beweist damit deutlich seine Sympathie. Das Herrenparfüm für den Partner, das Frühlingsdüftchen für die beste Freundin oder das edle kostbare Odeur für die Geliebte, all diese Präsente drücken große Wertschätzung aus.